Internationaler Kongress: "Laurentius von Brindisi"

vom 7. bis 9. November 2019 in Wien

 

Am 22. Juli 1619 starb in Lissabon im diplomatischen Dienst des Papstes der Kapuziner Laurentius. 60 Jahre zuvor in Brindisi (Apulien) geboren, studierte er in Venedig und trat dort in die Venezianische Kapuzinerprovinz ein. Exegetisch und humanistisch gebildet, ragte er bald als Prediger hervor, wurde Provinzial in verschiedenen Provinzen, auch in der Schweiz, und schließlich 1602 bis 1605 Generalminister. Er leitete zwei Expeditionen, um den Orden in die Alpenländer einschließlich Böhmen zu tragen und die katholische Kirche vor den neuen Lehren (Hussiten und Protestanten) zu schützen. Die Einigung der katholischen Fürsten (Liga) ist wesentlich sein Verdienst, und die Abwehr der Türken bei Stuhlweißenburg 1601 wird seinem Einsatz zugeschrieben. Seine hinterlassenen Schriften (zehn Bände) sind noch wenig studiert. 1959 wurde der 1881 von Leo XIII. heiliggesprochene Laurentius von Papst Johannes XXIII. zum Kirchenlehrer erhoben (doctor apostolicus).

Zum 400. Todesjahr des Heiligen findet an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien (Institut für Historische Theologie - Theologie der Spiritualität) in Zusammenarbeit mit der Kapuzinerprovinz Österreich-Südtirol im Rahmen des Laurentiusjahres vom 7. bis 9.11.2019 in Wien ein internationaler Kongress statt, zu dem Studierende, Ordensleute und Interessierte herzlich eingeladen sind.
Schwerpunkt ist die Frage, was sein Leben und Wirken uns heute bedeutet.

Um Anmeldung unter diesem Link in der Zeit vom 16. September bis 20. Oktober wird gebeten.

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Laurentius von Brindisi, im Gebet vor der Muttergottes. Unbekannter Künstler. Kapuzinerkloster Feldkirch.